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Karfreitag

Eine viel zu lange Sendepause, ohne Worte, ohne sonderlich viel Verstand, die übergangslos in den KARFREITAG mündet(e)... Nach christlicher Überlieferung der Tag der Kreuzigung von Jesus Christus. Ich möchte hier keinerlei übertriebene Analogien herstellen, die ohnehin nur als blasphemisch misszuverstehen wären. Alles was ich weiß ist, dass ich - im tiefsten Inneren wenig göttlich, aber nicht vollkommen gottlos - mein eigenes Kreuz mit letzter Kraft mühsam mit mir herumschleppe und der Glaube an ein lebenswertes Morgen nahezu versiegt ist. Wie sehr wünschte ich mir das Wunder einer echten Wiederauferstehung! Stattdessen scheint es nur noch um die Ausgestaltung eines adäquaten Selbstmords zu gehen. Dann wiederum stelle ich mir die interessierte Relektüre dieser schwarzen Zeilen vor, vielleicht in eins, zwei Jahren, irgendwo zwischen vager Empathie und gesunder innerer Distanz... Eine ganze Reihe abgrundtiefer Verzweiflungsschriften schlummert da in nie mehr aufgerufenen, halb verplombten Textdateien auf meinem Rechner. Protokolle der Ohnmacht. Black Boxes maximalisierter Hoffnungslosigkeit. Und selbst wenn eine gewisse Bitterkeit zu meiner personellen Grundausstattung gehört, so gesellte sich meist auch eine kleine Portion Tapferkeit hinzu, die niemals gänzlich kapitulierte. Bis jetzt. Ach... Sich einfach ergeben, fallen lassen, im besten Sinne kindlich-naiv, geborgenheitstrunken in Gottes geöffnete Hand sinken. Stabilisiert, getröstet, aufgerichtet, geheilt, ganz ungeachtet welcher Art man ist. Eine alles überwältigende Erlösungssehnsucht wohnt meinem Herzen inne. Ich muss mich selbst kurieren, bedarf aber ebenso der Hilfe von oben.
30.3.18 16:47


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Tag- und Nachtgleiche

Meine Zwänge sind Katalysatoren für ultimative Traurigkeit. Ein Synonym für umfassende Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. Leider sind sie zugleich so abseitig, abstrakt und atypisch, dass ich mich scheue, sie im halböffentlichen Raum näher zu benennen. Und nein, das hat eher nichts mit etwaigen sexuellen Komponenten zu tun, die ein allzu vorwitziger Schelm von außen leichthin hineininterpretieren dürfte. Über Sex ließe sich ja im Allgemeinen schreiben und reden. Selbst die größten Abartigkeiten oder Perversionen auf diesem Gebiet finden noch Gehör und sei es nur im Sinne eines mehr oder weniger verbrämten Voyeurismus oder einer dringend benötigten psychiatrischen Intervention. Sex ist unterhaltsam und ein beliebter wie manchmal etwas beliebiger Zeitvertreib, der zur virtuellen Selbstinszenierung taugt und im Zweifelsfall deine Klickraten in die Höhe treibt. Je radikaler, je anschaulicher, je exzessiver, desto besser. Ich sollte in Zukunft jeden meiner Texte mit dem Hashtag "Sex" versehen, völlig unabhängig von seinem Wesensgehalt, würde mir die schiere Quantität von Aufrufen etwas bedeuten.Man denkt sich, ach, wenigstens zum Frühlingsanfang sollte dieser irre Typ doch wohl in der Lage sein, mal etwas schmuckes zu schreiben. Er übt noch, er übt noch...
20.3.18 22:30


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